Annweiler-Gräfenhausen

Bei der immer wieder genannten Jahreszahl 817 als Ersterwähnungsdatum für Gräfenhausen handelt es sich um eine Verwechslung mit einer Wüstung bei Landau. Das Dorf wird also erst im Hochmittelalter fassbar. Die erste Nennung datiert auf 1189.

Das in Straßburger Lehensbesitz befindliche Dorf wird an das Kloster Eußerthal übergeben, zusammen mit den Dörfern Rottenbach und Mettenbach, die heute noch als Höfe existieren. Der Ort kann als ursprünglich Hornbacher Klosterbesitz angesprochen werden. Hornbacher Gerichtsrechte sind noch 1297 nachgewiesen.

Seit dem 14. Jh. betrieben die Zisterzienser im Ort Weinbau: Der bekannte Spätburgunder wird ihnen zugeschrieben. Bis zur Auflösung des Klosters 1561 blieb der Ort im Besitz der Zisterzienser resp. deren Vogteiinhabern.

Bis zur Französischen Revolution finden wir ihn im Besitz von Kurpfalz, verwaltet von dem Pfleger der ehemaligen Klostergüter mit Sitz in Mörlheim. Der Kurfürst von der Pfalz führte auch die Reformation ein. 1720 entstand ein reformierte Schule und im selben Jahrhundert, nach Wiederbegründung einer katholischen Pfarrei, eine katholische. 1797/1801 wird Gräfenhausen ein selbständige Gemeinde und fällt 1816 an Bayern.

1972 wurde Gräfenhausen Ortsgemeinde der Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels und am 10. Juni 1979 Ortsbezirk der Stadt Annweiler.